DiePogos

🚐 Tag 1 – Der vergessene Akkuschrauber und die doppelte Abfahrt. Sonntagmorgen, das Auto ist gepackt, die Vorfreude groß – es geht los! Doch kaum zehn Minuten unterwegs fällt uns ein: Der Akkuschrauber fehlt. Also zurück, nochmal alles durchchecken, und dann wirklich los zum Abstellplatz des Wohnwagens. Nach etwa 40 Minuten Fahrt steht Pogomuckl bereit, und die Reise Richtung Thüringen beginnt. Der Elbtunnel – für viele ein Grauen – wird zügig durchfahren. Doch kurz vor Hildesheim: Stau. Ein Unfall hat alles lahmgelegt. Wir stehen, warten, beobachten, und sind dank Wohnwagen besser versorgt als die meisten. Nach zwei Stunden geht es endlich weiter. Das Navi zeigt 17:30 Uhr als neue Ankunftszeit am Campingplatz Hühnstein. Dort angekommen, werden wir freundlich empfangen. Doch die Mover-Batterie ist leer – also wird der Wohnwagen per Hand rangiert. Mit Hilfe eines netten Nachbarn steht Pogomuckl schließlich perfekt. Kaum ist alles eingerichtet, beginnt es zu regnen. Aber drinnen zaubert Steffi ein leckeres Abendessen, und der erste Urlaubstag endet gemütlich.

🏞️ Tag 2 – Platz erkunden und Sondershausen bestaunen. Der nächste Morgen beginnt mit einem Rundgang über den Campingplatz. Die Anlage ist gepflegt, aber etwas in die Jahre gekommen. Die Toiletten befinden sich in einem Container, die Duschen im alten Sanitärgebäude – Badeschuhe sind definitiv empfehlenswert. Die Chemietoiletten-Entleerung ist gut versteckt hinter den Mülltonnen, Gasflaschen können direkt an der Rezeption getauscht werden. Links vom Platz liegt ein kleiner Spielplatz und eine Feuerstelle, in der Mitte ein See mit angrenzendem Schwimmbad – auch hier gelten Preise vor Ort. Gegen Mittag geht’s nach Sondershausen zum Großeinkauf. Die Landschaft auf dem Weg ist beeindruckend: sanfte Hügel, alte Bergwerke und weite Felder. Wir schlendern durch die Stadt, und genießen die Atmosphäre und kehrt mit vollen Taschen zurück.

🌭 Tag 3 – Gasmelder-Alarm und Bratwurst-Mission. Um 4 Uhr morgens werden wir von einem lauten Piepen geweckt. Zwei Wohnwagen weiter schlägt der Gasmelder Alarm – die Besitzer sind nicht da. Andere Camper kümmern sich, und wir können wieder schlafen. Nach dem Frühstück geht’s nach Nordhausen zum Stadtbummel. Der Wunsch nach einer echten Thüringer Bratwurst wird laut – aber wo findet man die? Wir fragen Nancy, eine Online-Bekannte, die aus Nordhausen stammt. Ihr Tipp: Fleischerei Brennecke in der Nordhäuser Straße. Und tatsächlich – dort gibt’s die beste Wurst weit und breit. Wir essen direkt vor Ort und nehmen Vorrat für den Abend mit.

🔧 Tag 4 – Hochzeitstag mit Wasserschaden. Der Tag beginnt mit einer unangenehmen Überraschung: Der Boden im Bad ist nass. Der Duschanschluss ist defekt. Campingbedarf? Fehlanzeige. Also ab zum Baumarkt. Die Suche nach einem passenden Stopfen scheitert, also wird improvisiert – mit einer Zwölfer Schraube. Eigentlich wollten wir essen gehen – schließlich ist Hochzeitstag. Nach langem Suchen landet wir in Bleicherode in der Altdeutschen Bierstube von Heike Tronnier. Das Essen ist fantastisch, die Gastgeber herzlich. Wir verabschieden uns mit dem Versprechen, wiederzukommen.

🧙 Tag 5 – Hexentanzplatz und magischer Ausblick. Nach dem Frühstück steht ein Ausflug zum Hexentanzplatz auf dem Plan. Nach etwa einer Stunde Fahrt erreicht wir den Aussichtspunkt – und sind sprachlos. Der Blick über das Harzvorland ist atemberaubend. Wir schlendern durch das liebevoll gestaltete Hexendorf, entdecken kleine Läden und Figuren, und lassen uns verzaubern. Auf dem Rückweg kaufen wir Kuchen für den Nachmittag. Zurück am Stellplatz genießen wir Kaffee und Gebäck in der Sonne – ein ruhiger, schöner Tag.

😎 Tag 6 – Gammeltag mit Sonnenstrahlen. Freitag ist Gammeltag. Keine Pläne, keine Ausflüge – einfach entspannen. Die Sonne scheint, der Campingplatz ist ruhig, und wir lassen die Seele baumeln. So muss Urlaub sein.

☕ Tag 7 – Besuch bei Nancy und kulinarisches Wiedersehen. Der vorletzte Tag beginnt mit einem erneuten Besuch in der Altdeutschen Bierstube – das Essen schmeckt wieder hervorragend. Danach geht’s Richtung Südharz zu Nancy und ihrem Mann Thomas. Bei Kaffee und Kuchen verbringt wir einen gemütlichen Nachmittag, tauscht Geschichten aus und genießen die Gesellschaft. Zurück am Stellplatz beginnt langsam das Packen – morgen geht’s heim.

🏁 Tag 8 – Heimreise mit Wehmut. Samstagmorgen – keiner an der Rezeption. Nach einem kurzen Telefonat kommt die Dame vom Empfang, und ihr könnt bezahlen. Die Rückfahrt verläuft ruhig und staufrei. Am Stellplatz angekommen wird der Wohnwagen gesichert, das Gepäck umgepackt – und die Erinnerungen bleiben. Wir fragen uns, wie es sein kann, dass der Heimweg immer schneller vergeht als die Hinfahrt. Vielleicht, weil man ein Stück Urlaub im Herzen mitnimmt.

✨ Fazit: Camping ist kein Glamping – aber voller Geschichten. Diese Woche am Hühnstein war alles andere als langweilig. Wir haben improvisiert, gelacht, gegessen, repariert und entdeckt. Es waren sieben Tage voller kleiner Abenteuer, Begegnungen und echter Campingmomente. Und eines ist sicher: Thüringen war nicht das letzte Ziel. Pogomuckl wartet schon auf die nächste Tour.